In Deutschland vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo ein Unfall geschieht. Die Unfallversicherung dient der finanziellen Absicherung von Unfallopfern. Oft ist nach dem Unfall eine Rehabilitationsmaßnahme notwendig, die über die Unfallsicherung finanziert wird. Gleiches gilt für Verdienstausfälle, die ein Unfall mit sich bringt.

Unterschieden wird zwischen der gesetzlichen und der privaten Unfallversicherung. In der gesetzlichen Unfallversicherung ist jedes Kind bereits versichert, wenn es den Kindergarten besucht. Auch in der Grundschule und der weiterfolgenden Schule gilt die gesetzliche Versicherung. Jedoch unterbricht der Schutz, wenn das Kind während der Schulzeit unbeaufsichtigt das Gelände verlässt. Tritt eine Person eine Stelle an, wird sie über den Arbeitgeber bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet. Behandlungen nach Arbeitsunfällen werden nicht von der Krankenkasse gezahlt, sondern von der Unfallversicherung.

Oft kommt es nach einem Unfall zu einem Gehaltsausfall. Auch in diesem Falle ist der Arbeitgeber abgesichert. Der direkte Weg vom Heim zur Arbeit und zurück, ist auch in der Versicherung mit inbegriffen. Fährt der Arbeitnehmer jedoch einen Umweg, beispielsweise um noch eine private Besorgung zu machen, wird der Versicherungsschutz gefährdet. Im schlimmsten Falle muss der Geschädigte für die Behandlungskosten selbst aufkommen. Die medzinischen Dienste prüfen den Unfallhergang genau, bevor Leistungen von der gesetzlichen Unfallversicherung erbracht werden. Kann der Versicherte nach einem Unfall nicht mehr arbeiten, bekommt er eine Invalidenrente von der Unfallversicherung gezahlt. Jedoch wird vom medizinischen Dienst geprüft, ob die Person wirklich komplett arbeitsunfähig ist.

In einem Betrieb müssen die Verantwortlichen alle möglichen Maßnahmen, zum bestmöglichen Schutz des Arbeitnehmers treffen. Die gesetzlichen Unfallversicherungen belehren und beraten über die bestmöglichen Schutzmaßnahmen. Ein Arbeitsunfall kann nur dann über die Unfallversicherung abgehandelt werden, wenn keine Fahrlässigkeit des Betriebes vorlag. Ist jedoch mangelnder Schutz verantwortlich für den Unfall, bleibt der Arbeitgeber auf den Kosten sitzen.

Verstirbt ein Arbeitnehmer durch einen Arbeitsunfall, wird an den Ehepartner eine Hinterbliebenenrente gezahlt Diese Rente soll der Absicherung des Einkommens dienen. Die Hinterbliebenenrente wird zusätzlich zu einem eventuellen Einkommen oder Rente der hinterbliebenen Person gezahlt.