Es gibt zwei Arten der Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenkasse und die private Krankenkasse. Eine private Krankenversicherung ist für Menschen möglich, die ein jährliches Mindesteinkommen von 47.700 Euro im Jahr haben. Für Freiberufler, Lehrer und Beamte ist der Beitritt in die private Krankenversicherung unabhängig vom Einkommen möglich.

Die Höhe des monatlichen Beitrags errechnet sich anhand mehrerer Faktoren. Der erste Faktor ist das Alter. Darauf folgt der Gesundheitszustand und das Geschlecht des Versicherten. Ein höheres Beitrittsalter bedeutet einen höheren Beitrag, da im Alter besonders bei Frauen mehrfach Untersuchungen anstehen und Erkrankungen entstehen. Für Frauen ist der monatliche Beitrag generell höher als für Männer.

Die private Krankenversicherung deckt mehr Leistungen ab, als die gesetzliche. Im Krankenhaus gibt es die Möglichkeit der Chefarztbehandlung und eines Einzelzimmers. Darüber hinaus hat der Privatpatient die Möglichkeit, sich eine Klinik auszusuchen für eine anstehende Behandlung. Auch bei einem Notfall hat der Patient die Möglichkeit zu sagen, in welches Klinikum er gebracht werden möchte. Generell werden Privatpatienten häufig bevorzugt behandelt und bekommen eher einen Termin.

Die private Krankenkasse bezuschusst Leistungen für Zahnersatz und Sehhilfen, was bei der gesetzlichen Kasse nicht mehr machbar ist. Im Alter braucht eine privat versicherte Person keine Sorgen haben bezüglich Zahnersatz, da von der privaten Kasse die Kosten für qualitativ hochwertigen Zahnersatz abgedeckt sind. Auch die Kosten für Brillen oder Kontaktlinsen werden von der Krankenkasse ersetzt. Einige Menschen vertrauen auf alternative Behandlungsmethoden, wie beispielsweise Homöopathie. Da die gesetzliche Kasse nur für Behandlungen bezahlt, die bereits anerkannt sind, würde dies nicht bezuschusst werden. Die private Krankenkasse achtet nicht auf diese Anerkennung, die Leistungen werden übernommen. Gleiches gilt für Massagen und Krankengymnastik. Als Privatpatient sind keine Zuzahlungen notwendig. Seit der Gesundheitsreform muss einmal pro Quartal eine Praxisgebühr von 10 Euro gezahlt werden. Bei der privaten Krankenversicherung entfällt diese.

Anders als bei einer gesetzlichen Krankenkasse bietet die private Krankenversicherung keine kostenlose Versicherung von Kindern und Ehepartner an. Für jede Person muss eine eigene Police abgeschlossen werden. Die Beiträge für ein Kind sind jedoch recht gering. Hier ist das Geschlecht nicht entscheidend, lediglich der Gesundheitsstatus des Neugeborenen spielt eine Rolle.